Eine Initiative des ADFC Braunschweig, der Frank Tristram Unternehmensberatung und der Braunschweiger Lastenradfreunde.

Mehr Freiräume, angenehmere Aufenthaltsorte, weniger Lärm, bessere Luft, sicherere Fortbewegungsmöglichkeiten – das Ideal einer lebenswerten Stadt ist eng verknüpft mit der Verkehrswende. Dabei steht eine wesentliche Frage im Mittelpunkt: Wie kann der Kraftfahrzeugverkehr verringert werden? Lastenräder haben für diese Fragestellung ein großes Potential. Für kurze Transportwege in der Stadt – etwa bei Groß- oder Getränkeeinkäufen, bei Materialtransporten, für Ausflüge mit kleinen Kindern – sind sie die perfekte Lösung. Für jeden einzelnen ist die Anschaffung eines Lastenrads dennoch häufig nicht lohnend. Hier setzt die Idee eines freien Lastenrads an.

Idee:
In zahlreichen deutschen Städten gibt es bereits freie Lastenräder – das Entleihen der Räder ist hierbei für die Nutzenden kostenfrei. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, nun auch in Braunschweig die Nutzung von Lastenrädern zu fördern. Dazu soll zunächst ein erstes Lastenrad an wechselnden Stationen im Stadtgebiet kostenfrei zum Verleih angeboten werden. Anschließend sollen nach und nach mehr Lastenräder in Umlauf gebracht werden, so dass das Verleihangebot flächendeckender zur Verfügung steht.

So oder so ähnlich könnte „Heinrich der Lastenlöwe“ eventuell mal aussehen. Foto: privat.

So oder so ähnlich könnte „Heinrich der Lastenlöwe“ eventuell mal aussehen. Foto: privat.

Finanzierung:
Die Finanzierung erfolgt durch Spenden sowie Zuwendungen aus öffentlichen Haushalten oder von privaten Fördereinrichtungen. Zwei Positionen sind dabei zu berücksichtigen: Zum einen die einmalige Investition für die Anschaffung des Lastenrads, zum anderen die laufenden Ausgaben für die Wartung. Für die Anschaffung eines alltagstauglichen, wartungsfreien Lastenrads ohne unterstützenden Elektromotor fallen nach derzeitigen Planungen etwa 2.500 Euro an. Zunächst wollen die Initiatoren ein „Bakfiets_NL“-Lastenrad einsetzen, das aufgrund seiner unkomplizierten Handhabung der Klassiker unter den Lastenrädern ist. Für die Wartung des Lastenrads wird ein Betrag von 300 Euro pro Jahr angesetzt.

Ausleihe:
Die Aus- und Rückgabe der Lastenräder erfolgt an verschiedenen Stationen im Braunschweiger Stadtgebiet. Bei den Stationen handelt es sich um Unternehmen und Einrichtungen, die die Initiative unterstützen und dafür ihre Infrastruktur zur Verfügung stellen. Voraussetzung dabei ist, dass gewisse Öffnungszeiten sicher gestellt sind. Die Anzahl der Stationen hängt demnach von der Bereitschaft zum Mitmachen ab. Idealerweise haben sich im ersten Jahr der Initiative 6 – 8 Stationen gefunden. Die Lastenräder können tageweise von registrierten Nutzern gebucht werden, die Buchung erfolgt dabei über die Internetseite der Initiative (www.heinrich-der-lastenloewe.de). Die genauen Regelungen werden in den Nutzungsbedingungen festgehalten.

Betreuung:
Um die Detailfragen des täglichen Betriebs zu meistern, werden für die Lastenräder Patenschaften vergeben. Die Paten fungieren als Ansprechpersonen bei Problemen, bringen ein Lastenrad von einer zur nächsten Ausleihstation und weisen diese in ihre Aufgaben ein. Außerdem überprüfen sie in regelmäßigen Abständen das Lastenrad auf Mängel und veranlassen nach Rücksprache mit den Initiatoren ggf. die Reparatur.

Wartung:
Um die Funktionsfähigkeit der Lastenräder sicherzustellen, müssen diese regelmäßig gewartet werden. Es werden Kooperation mit lokalen Fahrradhändlern und der Fahrradselbsthilfe Werkstatt des AStA von der TU Braunschweig und/oder der AWO Radstation am Hauptbahnhof angestrebt. Für die Wartung eines Lastenrads werden 300 Euro pro Jahr zurückgelegt.

Unterstützung:
Für die Realisierung unseres Vorhabens suchen die Initiatoren Mitwirkende, die die Idee ebenso zukunftsweisend finden wie sie selbst. Welche Möglichkeiten der Mitwirkung gibt es?

1. Als Spender für ein Lastenrad und/oder für den laufenden Betrieb
Für die Anschaffung und die laufenden Kosten, wie z.B. die Wartung der Lastenräder wird Geld benötigt. Die Finanzierung soll im Wesentlichen über Spenden laufen. Dazu hat der ADFC Braunschweig ein Spendenkonto eingerichtet. Es können offizielle Spendenquittungen ausgestellt werden. Außerdem sollen Spendendosen an den Ausleihstationen aufgestellt und auch eine Online-Spendenmöglichkeit beim Buchungsvorgang angeboten werden.

2. Als Verleihstation
Heinrich soll für alle Bürger und Bürgerinnen Braunschweigs kostenfrei zugänglich sein. Deshalb suchen die Initiatoren zentrale Unternehmen und Einrichtungen, die bereit sind, einen Heinrich eine Zeit lang zu hosten und sich mit dem System vertraut zu machen. Während ihrer Öffnungszeiten kann Heinrich zurzeit maximal einmal pro Tag ausgeliehen werden. In der Zwischenzeit kann, darf und soll das Unternehmen oder die Einrichtung den Lastenlöwen zu eigenen Zwecken nutzen.

3. Als Patin oder Pate
Das ist ein Kümmerer, der sicherstellt dass Heinrich z. B. beim Auftreten von Mängeln möglichst schnell wieder einsatzbereit ist. Ist das Rad verkehrssicher? Gibt es Schäden? Ist genügend Luft auf den Reifen? Wie ist Heinrichs Allgemeinzustand. Kleinere Positionen lassen sich gegebenenfalls vor Ort erledigen für größere Fragestellungen sollte die Patin / der Pate das Orga-Team informieren. Es kann auch gelegentlich vorkommen, Heinrich mal zu einer anderen nächsten Station zu fahren und diese in ihre Aufgaben einzuweisen.

4. Unterstützung des Organisationsteams
Es gibt viele kleine, aber wichtige Aufgaben, die erledigt werden müssen. Jede / jeder kann helfen: mögliche Aufgaben sind beispielsweise die Pflege des Buchungssystems, die Koordination der Stationen, Öffentlichkeitsarbeit und Spendenakquise, Pflege der Facebook-, Instagram- und Twitter-Kanäle, Werbung und Aktionen etc.

Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail an die untenstehende Adresse.

Kontakt:
ADFC Braunschweig e.V.
AG Lastenrad
E-Mail: lastenrad@adfc-braunschweig.de
Internet: www.heinrich-der-lastenloewe.de

Spendenkonto:
ADFC Braunschweig e.V.
IBAN: DE40 2505 0000 0199 8460 49
BIC: NOLADE2HXXX – Braunschweigische Landessparkasse
Verwendungszweck: Heinrich der Lastenlöwe

Titelbild: Das „Heinrich der Lastenlöwe“ Team von links nach rechts: Theo der Künstler, Olaf der ADFC Chef, Frank der Initiator, Markus der Mann vom ASTA und der Selbsthilfe-Werkstatt, Andreas der IT-Macher, Christiane die Texterin mit Simon, dem jüngsten Unterstützer. Foto: privat.