Braunschweig. Das kostenlose WLAN in der Innenstadt wird ausgeweitet. Der Verwaltungsausschuss hat heute dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zwischen der Stadt und BS|Energy zugestimmt, die den Aufbau von insgesamt 27 Hotspots vorsieht. Weite Teile der Innenstadt sollen so künftig abgedeckt werden. Die Kosten trägt der Energieversorger. Anfang Mai 2018 soll das neue Angebot verfügbar sein. Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa sprach anlässlich des Beschlusses von einer sehr guten Nachricht für die Innenstadt. „Das steigert die Attraktivität eines Innenstadtbesuches, und das ist immer auch gut für Gastronomie und Einzelhandel. Freies WLAN ist zudem eine wichtige Voraussetzung, um auf dem Weg zur Smart City neue Angebote zu schaffen.“

Bereits seit April 2016 stellt BS Energy gemeinsam mit dem Provider htp im Rahmen einer Testphase ein kostenloses, glasfaserbasiertes WLAN-Netz zur Verfügung, das den Kohlmarkt sowie den Schlossvorplatz einschließlich Ritterbrunnen sowie Abschnitte der Dankwardstraße, der Georg-Eckert-Straße und des Bohlwegs abdeckt. Das Gebiet, in dem Innenstadtbesucher im öffentlichen WLAN-Netz surfen können, soll nun auf die gesamte Fußgängerzone und das Magniviertel erweitert werden. Hotspots gibt es bisher am Kohlmarkt und am Schlossplatz, 25 sollen nun dazu kommen. Die Stadt unterstützt BS Energy bei der Abwicklung der Genehmigungsverfahren sowie bei der Kommunikation des WLAN-Angebots. Das erweiterte WLAN wird den Nutzern weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen und unter dem Namen BS Hotspot zu finden sein. Die Innenstadtbesucher müssen wie bisher lediglich die Allgemeinen Nutzungsbedingungen akzeptieren. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und BS Energy umfasst zunächst eine Dauer von fünf Jahren. Wird der Vertrag beendet, erhält die Stadt die Möglichkeit, die technische Infrastruktur von BS Energy zu erwerben und das öffentliche WLAN selbst weiter zu betreiben.

Beschlossen hat der Verwaltungsausschuss mehrere weitere Projekte der Wirtschaftsförderung, die zuvor der Wirtschaftsausschuss beraten und empfohlen hatte. So wird sich die Stadt Braunschweig in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 108.000 Euro an dem Projekt „Regionales Innovationsscouting“ beteiligen, bei dem die Braunschweig Zukunft mit der Wirtschaftsförderung Salzgitter und der TU Braunschweig zusammenarbeitet. Davon sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Das Konzept sieht vor, dass Experten der Technologietransferstelle der TU Braunschweig auf Vorschlag der Wirtschaftsförderungen Unternehmen besuchen und im Dialog mit den Unternehmerinnen und Unternehmern Chancen für Verbesserungen und Innovationen ermitteln. Anschließend soll durch Kontaktvermittlung zu wissenschaftlichen Einrichtungen versucht werden, diesen Innovationsbedarf zu decken. So wollen die Partner den Wissens- und Technologietransfer fördern sowie kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, sich durch Innovationen auf dem Markt zu behaupten.

Der Verwaltungsausschuss hat zudem dem Vorschlag zugestimmt, dass die Stadt weiter das Braunschweiger Welcome Center der Allianz für die Region unterstützt. 60.000 Euro sind dafür nun städtischerseits in den nächsten drei Jahren vorgesehen. Das Welcome Center, das seit Anfang 2016 ausländische Fachkräfte und Unternehmen auf der Suche nach internationalem Personal berät, soll dauerhaft als zentrale Anlaufstelle etabliert werden.

Zudem fördert die Stadt Braunschweig mit 15.000 Euro den Aufbau der Internetseite „Einkaufshelden.de“. Das Projekt der TU Braunschweig soll den stationären Einzelhandel auf dem Weg in die Digitalisierung unterstützen. Die Seite soll den Händlern hierfür als zentrale Plattform dienen, auf der sie sich mit ihren Kunden vernetzen können.

Quelle: Pressemitteilung von Dienstag, 19. September 2017, Stadt Braunschweig.